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Konzertplanung

Die Chorlandschaft bietet inzwischen unterschiedlichste Formen des chorischen Singens. Auch die organisatorischen Strukturen unterscheiden sich. Zwei Dinge haben Chorgemeinschaften jedoch gemeinsam: die Freude am Singen und, zumindest meistens, Auftritte anlässlich örtlicher oder anderer Veranstaltungen bis hin zur Teilnahme an Wettbewerben als fester Bestandteil ihrer Tätigkeit.

Sie möchten Ihrem Chor neue Impulse geben, vor Jahren Gelerntes wieder auffrischen oder suchen z.B. für Ihr bevorstehendes Jubiläumskonzert Unterstützung? Dann könnten die folgenden Punkte für Sie interessant sein. Sie geben Ihnen einen kurzen Überblick über mögliche Workshopinhalte.

Bei Interesse an einem Workshop wenden Sie sich gerne an die SCV-Geschäftsstelle.

Die Planungsphase vor einem Konzert

Chorproben sind Freizeitaktivität. Freizeit ist in der heutigen Zeit kostbar.
In der Chorarbeit, vor allem wenn ein Konzert ansteht, ist die zeitliche Planung vorab unerlässlich. Mag sein, dass Planung, Zeitziele und Aufgabenverteilungen eher an berufliche Verpflichtungen erinnern. Der Begriff „Hobby“ kann dabei ins Wanken kommen. Doch eine rechtzeitige, strukturierte Vorplanung ermöglicht es Ihnen, Stress zu vermeiden und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Der Auftritt Ihres Chores, also die Kür Ihrer Freizeitgestaltung, kann so mit einem Erfolg belohnt werden.

Doch worauf müssen Sie achten? Erfahren Sie mehr zu den folgenden Themen:

  • Zeitplan / Probenplan
  • Planung der Moderation
  • Stückauswahl
  • Auftrittsort

Warm Up/ Präsenz

Anwesend sein, gegenwärtig und mit Ausstrahlung.
Viele Faktoren sind miteinander verzahnt, wenn es um die Präsenz eines Chores auf der Bühne geht: ein gutes Klima innerhalb des Chores, gemeinsame Zielsetzungen, Freude, Vertrauen, ein stimmiges Gesamtkonzept, von der Wahl der Chorkleidung bis hin zur Lichtgestaltung. Das Fundament ist die körperliche und geistige Präsenz eines jeden Einzelnen.
Lernen Sie Übungen kennen, die Sie in den Probealltag etablieren können:

Körper-warm-up zusätzlich zum Einsingen (Durchblutung und Steigerung der Konzentrationsfähigkeit)

  • Gruppenübungen / Präsenz
  • Vertrauen / Präsenz
  • Bewegung / Präsenz
  • Auftritt / Abgang / Präsenz

Nicht zuletzt helfen Entspannungs- und Lockerungsübungen, evtl. auftretende
körperliche Reaktionen vor einem Auftritt (Stichwort „Lampenfieber“) zu regulieren.

Liedtext

Viele Menschen singen den selben Text, aber es schwirren völlig unterschiedliche Interpretationen in den Köpfen der Sänger herum. Bei fremdsprachigen Texten wird evtl. nicht alles verstanden. Als Folge sieht das Publikum einen Chor mit unterschiedlicher Körperspannung, Mimik und Gestik. Einige stehen aufrecht, andere schaukeln mit ihrem Körper hin und her. Einige schauen ernst, andere lächeln.

Unser Gehirn visualisiert die gehörten Worte. Je stärker das gemeinsame, innere Bild des Chores ist, umso stärker auch die Präsenz des Chores und die Verständlichkeit für das Publikum. Denn auch in den Köpfen des Publikums werden Bilder imaginiert!

Ein positiver Nebeneffekt ist die Auswirkung auf die Klangqualität des gesamten Chores.

Anhand „gängiger“ Chorliteratur werden u.a. erarbeitet:

  • die innere Bebilderung
  • die Auswirkung von Mimik und Gestik auf den Klang
  • der wortwörtliche Augenblick
  • die Wechselwirkung von Gedanken und Körperspannung
  • Choreographie (=einstudieren von Bewegungen)

Choreographie

Bewegung findet statt:

Immer: beim Auftritt
Immer: Verbeugung
Immer: beim Abgang
Ggf.: zur Gestaltung eines, mehrerer oder alle Stücke
Ggf.: zur Gestaltung der Zeiten zwischen den Stücken

Das Konzert beginnt, sobald der erste Sänger oder Sängerin die Bühne betritt!
Ihr Chor lernt, wie er zügig und mit der gewünschten Ausstrahlungskraft die Bühne betritt und optimal die erste Aufstellung einnimmt.
Ebenfalls erarbeitet werden das gemeinsame Verbeugen und der optimale Abgang Ihres Chores.

Des Weiteren werden folgende Aspekte behandelt:

  • Wann ist eine Choreographie sinnvoll ?
  • Vorschläge sowie Ideen zu Choreographie und Chorliteratur
  • Leichte Umsetzbarkeit von Choreographie zwischen den Stücken
  • Wie Sie auch „Bewegungsmuffel“ aktivieren können
  • Dass auch kleine Gesten und Blickrichtungswechsel große Wirkung haben können

Die Chorprobe

Eine Chorprobe findet meist in den Vorabendstunden unter der Woche statt.
Viele Sängerinnen und Sänger sehen sich nur zu diesen Zeiten.
In 1,5 – 2 Stunden ist viel unterzubringen. Warm Up, Einsingen, Musikalische Probe, evtl. Einstudieren von Choreographien, Nachbesprechungen oder Planung bevorstehender Events. Dazu kommt noch der private Austausch.

Eine Chorprobe sollte im günstigsten Fall eine Tankstelle sein, in der die Sängerinnen und Sänger (nebst dem Chorleiter) positive Energie ziehen können. Leicht umzusetzende Lösungsvorschläge zu den folgenden Themen helfen Ihnen, die Chorprobe wieder entspannt zu erleben und frisch aufgetankt am Ende zu verlassen:

Beispiel 1: Private Gespräch, wenn die Probe beginnt
Beispiel 2: Was passiert heute eigentlich?
Beispiel 3: Ich komme zu spät.
Beispiel 4: Hilfe, ich muss alleine Vorsingen!
Beispiel 5: Kommunikation zwischen Chor und Chorleiter
Beispiel 6: Mir geht es heute nicht so gut…
Beispiel 7: Ich bin nicht damit einverstanden, dass…
Beispiel 8: Das kann ich nicht…

Moderation:

  • Warum Moderation?
  • Allgemeines Begrüßung, Ehrungen, Veranstaltungsablauf)
  • Themenbezogene Geschichten als roter Faden?
  • Rolle des Moderators: Klassischer Moderator, eigenständige „Kunstfigur“, historische Figur?
  • Aus den eigenen Reihen besetzen oder externen Profi engagieren?
  • Wenn Extern: Vorab-Festlegung der Moderationslänge (Gesamtzeit)
  • Gemeinsame Proben
  • Verhältnis: ca. 70 % Gesang, ca. 30 % Moderation

Chorkleidung:

  • Fühlen wir uns als Chor in unserem Outfit wohl?
  • Repräsentiert die Chorkleidung unseren Chor?
  • Wie können wir mit Farbe arbeiten?
  • Genügen evtl. auch nur kleine Accessoires, um einen anderen Blickwinkel zu öffnen (bunte Socken, Gürtel, etc.)?

Bühnenbild & Lichtgestaltung:

  • Brauchen wir ein Bühnenbild? Wenn ja, dann großformatig!
  • Haben wir im Chor kreatives Potential ? Oder geben wir den Bau der Objekte an Profis ab?
  • Lichtstimmungen und Effekte unterstützen und verstärken Eindrücke und Emotionen.
    Generell ist darauf zu achten, dass die gewählten Farbfilter nicht mit der Bühnenkleidung kollidieren. Beachten Sie, dass Ihr gewähltes Outfit auf der Bühne anders wirkt, als im Proberaum (ausprobieren!).

Umgang mit Notfällen:

  • Ist schon einmal eine Sängerin oder Sänger während eines Konzertes umgekippt?
  • Wie haben Sie reagiert?
  • Der Umgang mit Notfällen kann geübt werden! Lernen Sie, wie!

Feedback:

  • Wie formuliere ich ein Feedback? Worauf ist dabei zu achten?
  • Lernen Sie Übungen kennen, die auch außerhalb des Choralltages Ihre Kompetenzen
    stärken.


Hilfreich für die Chorpraxis sind u.a. auch:

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