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Schwäbischer Chorverband » 2020 » März

März 2020

Standpunkt von Christian Wulff zur aktuellen Situation

In der Krise geht es darum, das System der liberalen Demokratie für den „Regelbetrieb“ zu erhalten. Dafür sind Kultur und Kulturschaffende unerlässlich. Ihnen muss jetzt geholfen werden!
Kultur ist systemrelevant!

In den letzten Tagen haben wir viel davon gehört, welche Berufsgruppen in der Corona-Krise systemrelevant seien: Menschen aus den Pflege- und Heilberufen, aus Polizei, Feuerwehr, aus dem Einzelhandel, sofern es die Grundversorgung betrifft, kurzum: diejenigen, ohne die unserer ohnehin taumelnden Gesellschaft ein Stück ihrer Basis entzogen würde. Diese Einteilung so vorzunehmen, ist gut und richtig.
Genauso gut und richtig ist es, dass die Regierungen in ganz Europa schon jetzt an die Zeit nach der Krise denken und etwa Unternehmen aller Art auf ganz unterschiedliche Weise vor Insolvenz schützen wollen. Dadurch sollen kurzfristig die Märkte beruhigt, mittelfristig die Unternehmen am Leben gehalten und langfristig Massenarbeitslosigkeit und Stärkung des Populismus vermieden werden. Dies sind also auch Investitionen in den Fortbestand von liberaler Demokratie und offener Gesellschaft.

Die Gesellschaft, in der wir leben, ist allerdings auch in einem sehr hohen Maße davon geprägt, dass an allen Ecken unseres Landes Menschen auf ehrenamtlicher Basis mittun und ihr Umfeld vor Ort gestalten. Sie bereichern damit nicht nur ihr eigenes, sondern unser aller Leben.

Den Rahmen dafür bieten zumeist Vereine und Verbände. Sie tragen das Gerüst aus Haupt­ und Ehrenamt, das wir alle für selbstverständlich halten – überall in Deutschland. In den letzten Jahren haben wir ohnehin schon feststellen müssen, dass die grundlegende Finanzierung dieser Strukturen an ihre Grenzen kommt- in einer Gesellschaft, in der der Wille schwindet, sich in Strukturen zu binden und diese damit auch zu finanzieren. An vielen Stellen sind Vereine und Verbände kaum mehr in der Lage, sich diejenigen Hauptamtlichen zu leisten, die Ehrenamt erst ermöglichen.

Diese Entwicklung wird sich durch die gegenwärtige Krise noch weiter verschärfen. In vielen Fällen haben Vereine oder Verbände bereits Investitionen getätigt für Veranstaltungen, die nun abgesagt werden müssen. Anfallende Kosten können oft nicht oder jedenfalls nicht voll durch Zuwendungen der öffentlichen Hand abgefangen werden. Zudem heißt das Herunterfahren allen Vereins- und Verbandslebens auch, dass viele einen Anlass haben, sich über ihre Mitgliedschaft Gedanken zu machen. Es könnte also zu zusätzlichen Austritten kommen, was die Finanzen weiter schwächt. Beschleunigt wird dadurch der bereits stattfindende Prozess der Schwächung von denjenigen Strukturen, die das Vereinsleben in vielen Bereichen tragen.

Darüber hinaus gibt es ein eingeübtes Zusammenspiel aus Strukturen und freiberuflich Tätigen. Im Chorbereich betrifft das vor allem unsere Chorleiterinnen und Chorleiter. Aber auch an anderen Stellen werden Kulturschaffende viel zu häufig nur dann bezahlt, wenn sie auch wirklich tätig sein können. Über diese Praxis muss man sicher generell streiten. In der gegenwärtigen Situation hat sie zur Folge, dass viele Kulturschaffende in ihrer Existenz bedroht sind. Das wiederum ist nicht nur das persönliche Problem der Betroffenen – denn natürlich leben Ensembles aller Art davon, dass es Menschen gibt, die fähig und willens sind, sie zu leiten. Wenn viele professionelle Kulturschaffende nun gezwungen wären, sich dauerhaft nach Alternativen umzusehen, hieße das auch, dass immer weniger von ihnen zur Verfügung stehen. Das bedroht unmittelbar die Existenz von sozialer und kultureller Infrastruktur in allen Teilen Deutschlands.

Dieser Prozess würde vermutlich in der Hauptsache diejenigen Regionen treffen, die wir ohnehin schon als „strukturschwach“ ansehen. Man muss kein Prophet sein, um anzunehmen, dass die Folgen eine weitere Schwächung des ländlichen Raums, Landflucht und politische Radikalisierung der Zurückbleibenden sein werden.

Das oben zur wirtschaftlichen Entwicklung Gesagte gilt in gleicher Weise für die Kultur in ganz Deutschland: Wir müssen kurzfristig die berufliche Existenz von Kulturschaffenden und die Liquidität von Vereinen und Verbänden retten. Mittelfristig kann damit die bestehende kulturelle Infrastruktur gesichert werden, um langfristig Landflucht und Radikalisierung vorzubeugen. Gerade dies sind Investitionen in den Fortbestand von liberaler Demokratie und offener Gesellschaft.

Ganz konkret sehe ich mehrere notwendige Wege, die entschlossen gegangen werden müssen.

Alle sind in der solidarischen Pflicht, jede und jeder einzelne. Wer möchte, dass seine Chor­ leiterin, sein Chorleiter dem Chor erhalten bleibt, sollte diese Frage offen ansprechen und muss eventuell auch bereit sein, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Chores ihr oder ihm sofort über eine Durststrecke zu helfen, sofern das machbar ist. Wer mit einem Vereinsaustritt liebäugelt, sollte sich klarmachen, dass dies der denkbar ungünstigste Zeitpunkt ist. Ein Aus­ tritt derzeit könnte einem Verein oder Verband unter Umständen den Todesstoß versetzen.
Jetzt müssen wir zusammenstehen.

Die öffentliche Hand ist auf allen Ebenen klar gefordert, kurzfristig und unbürokratisch Hilfe zu leisten. Notwendig sind zum Beispiel: Die Auszahlungen von Zuwendungen, auch wenn Veranstaltungen derzeit nicht durchgeführt werden können; oder der Erlass von Miet­ zahlungen, wenn etwa Räumlichkeiten benutzt werden, die der öffentlichen Hand gehören.

Und natürlich sollte die Situation auch Anlass dafür bieten, die restriktive Praxis zu über­ denken, die auf allen Ebenen generell für institutionelle Förderungen gilt. Wenn wir wollen, dass kulturelle Infrastruktur in einer Weise überlebt, wie wir sie kennen und wie wir sie uns auch wünschen, dann werden wir auch um diese Diskussion nicht herumkommen.

Der Begriff der Systemrelevanz stellt sich in einer Krise anders dar als in Zeiten, die wir bei aller Bewegtheit als „normal“ bezeichnen. Das darf uns aber nicht dazu verleiten anzunehmen, dass Systemrelevanz sich ausschließlich auf den Krisenfall bezieht. Es geht auch darum, das System der liberalen Demokratie für den „Regelbetrieb“ zu erhalten. Dafür ist Kultur und sind Kultur­ schaffende unerlässlich. Sie ist und sie sind systemrelevant! Ihr und ihnen muss geholfen werden. Schnell, wirksam und unbürokratisch!

Christian Wulff ist Präsident des Deutschen Chorverbands. Von 2003 bis 2010 war er Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Als 10. Präsident der Bundesrepublik Deutschland (2010-2012) engagiert sich Christian Wulff heute unter anderem für den Zusammenhalt in der Gesellschaft, die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und im Dialog von Gläubigen verschiedener Religionen. Als ehemaliges Staatsoberhaupt vertritt er Deutschland auch auf internationaler Ebene.


Vocals on Air – Radiomagazin für die Vokalszene am 19.03.2020

In der Vorbereitung auf die 172. Sendung von Vocals on Air kam die Nachricht, dass auf Grund der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus das Deutsche Chorfest 2020 in Leipzig abgesagt wurde. Für die Sendung sind bereits Beiträge zum Thema Chorfest geführt worden, so zum Beispiel ein Interview mit dem künstlerischen Leiter Tobias Rosenthal, die wir Euch trotzdem präsentieren möchten. Zudem gibt es einen Beitrag zur aktuellen Lage in der zum Stillstand erliegenden Kulturszene.
Die Redaktion wünscht Euch trotz allem gute Unterhaltung mit dieser Sendung.

Die aktuelle Sendung: Die Kulturlandschaft in Zeiten von Corona & Deutsches Chorfest

Kulturszene in Zeiten von Corona: Interview mit Prof. Christan Höppner, Generalsekräter des Deutschen Musikrates
„Ich möchte allen ganz viel Zuversicht und Durchhaltevermögen in diesen Zeiten mit auf den Weg geben. Das Grundbedürfnis nach kulturellem Leben in unserem Land wird nicht ersterben, sondern weiter wachsen. Ich kenne das Gefühl, wenn ich bangen muss, ob ich die Miete für den nächsten Monat zusammen bekomme. Aber ich erlebe eine große Solidarität in der Gesellschaft, für die Menschen, die in existinzellen Sorgen sind. Aber die gute Botschaft ist: die Kultur wird immer bestehen und nachgefragt bleiben. Wir müssen nur diese Durststrecke überwinden“, sagt Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates. Im Interview mit Holger Frank Heimsch spricht er über die aktuelle Lage der Kulturszene, die Möglichkeiten der Unterstützung und die Chancen und Wirkungen der umlaufenden Online-Petitionen.

Musikstadt Leipzig

Leipzig kann so vieles sein. Vor allen Dingen aber ist es die Stadt, in die es schon seit vielen Jahrhunderten Musikerinnen und Musiker gezogen hat. Sie alle haben Leipzig
musikalisch geprägt, sodass die UNESCO gerade eine Initiative der Leipziger unterstützt,
sich bald Musikstadt nennen zu dürfen. Was Leipzig natürlich schon längst ist, wie Vocals-on-Air-Reporterin Helene Conrad herausgefunden hat.

Medientipp: Mitteldeutsches Chorbuch (Breitkopf&Härtel)

Auch wenn das Deutsche Chorfest verschoben wurde, ist rechtzeitig zum ursprünglich geplanten Start die Fertigstellung eines ganz besonderen Chorbuches gelungen. Ein Chorbuch, in der sich rund 500 Jahre Chormusik aus Mitteldeutschland, geistliche und weltliche Friedensmusik sowie klassische und moderne Volksliedarrangements auf rund 300 Seiten wiederfinden. Das Chorbuch ist in Kooperation des DCV mit den drei mitteldeutschen Verbänden (Sächsischer Chorverband, Chorverband Sachsen-Anhalt, Chorverband Thüringen). Prof. Andreas Göpfert, der die Werke zusammengestellt hat, spricht im Interview mit Holger Frank Heimsch über das Buch, seine Entstehung und warum es über das Chorfest hinaus ein Buch für die Chorlandschaft sein wird.

Moderation: Holger Frank Heimsch
Chor-News: Katrin Heimsch

Die aktuelle Sendung auf Schwabenwelle.de könnt Ihr am 19.03.2020 um 18 Uhr hören.


Aufruf des Landesmusikverbandes zur Solidarität mit notleidenden Musikerinnen und Musikern

Offener Brief von LMV-Präsident Christoph Palm an die Vereine

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Engagierte in den Vereinen der Amateurmusik,

in aufgewühlten Zeiten wenden wir uns an Sie als wertvolles Mitglied unserer großen baden-württembergischen Musikfamilie, die auch in außergewöhnlichen Situationen zusammenhält und weiß, worauf es im Leben ankommt.

Deshalb gilt unsere erste Sorge Ihnen und Ihren Lieben. Wir hoffen sehr, dass Sie gesund sind und ge-sund bleiben und das für Sie und uns alle richtige Maß aus Vorsicht und Gelassenheit finden. Wir alle wissen als Musikkennerinnen und Musikkenner, dass es mit Händewaschen alleine nicht getan ist, um an Leib und Seele unbeschadet aus dieser Krise zu kommen. Nutzen Sie also weiterhin im Rahmen der der-zeit geltenden Verhaltensregeln die Kraft der Musik für sich und für Ihre Mitmenschen. Auch eine ein-zelne Trompeterin vor einem Pflegeheim kann Freude bringen.

Die aktuelle Situation bedarf großer Solidarität der Bürgerinnen und Bürger untereinander. Solidarisch müssen wir mit denjenigen sein, die von der Coronavirus-Pandemie in besonderer Art betroffen sind, insbesondere mit den schwer Erkrankten, den Mitgliedern von Risikogruppen sowie dem medizinischen Personal.
Solidarität bedarf es auch gegenüber denjenigen, die von der Kunst und insbesondere der Musik leben. Für die nächsten Wochen und Monate wurden die Proben der Chor- und Musikvereine sowie kleine und große Konzertveranstaltungen und Seminare abgesagt. Das ist traurig für die aktiv Musizierenden der Vereine und das Publikum der Kulturveranstaltungen. Bei den oftmals freiberuflich tätigen Chorleiterin-nen und Chorleitern sowie Dirigentinnen und Dirigenten verursacht dies ernsthafte finanzielle Schwie-rigkeiten. Während Kulturveranstalter Abhilfe im Rahmen der Wirtschaftsförderungen finden können, ist die Lage für freie Musikerinnen und Musiker existenzbedrohend. Fragen wie „Wie bezahle ich die nächste Monatsmiete?“ werden zur Realität. Lassen Sie Ihre Angestellten und freiberuflichen Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter nicht im Stich! Ein Vorschuss aus der Vereinskasse kann beispielsweise eine wirksame Maßnahme zur Überbrückung akuter Liquiditätsengpässe sein.

Dem Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie dem Landesmusi-krat Baden-Württemberg ist der Ernst der Lage für freischaffende Musikerinnen und Musiker bewusst. In einem intensiven Austausch arbeiten wir als Landesmusikverband gemeinsam mit anderen Institutionen auf rasche, wirksame Lösungen für wirtschaftlich in Not geratene Musikerinnen und Musiker hin. Eben-so bemühen wir uns bei der Landesregierung um eine Kompensation der finanziellen Verluste von Ver-einen, die diese durch die Absage von Konzerten und anderen Veranstaltungen erleiden. Dazu werden wir Sie aktuell auf dem Laufenden halten.
Bis dahin hoffen wir, dass unser musikalisch-kulturelles Leben bald wieder in voller Blüte erstrahlen kann!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Christoph Palm, OB a.D., im Namen des gesamten LMV-Präsidiums


Aktuelle Informationen zum Corona-Virus


Was gilt für Chöre ab dem 1. Juli 2020?

Proben und Konzerte sind als Veranstaltungen grundsätzlich zulässig. Die Details stellen wir hier dar.

Einschränkungen, die Chöre betreffen:

  • In der Öffentlichkeit sind Ansammlungen von mehr als 20 Personen untersagt, ausgenommen davon sind direkt verwandte Personen und Personen in einem Haushalt.
  • Bei Veranstaltungen ist ein Hygienekonzept zu erstellen und die Daten der Mitwirkenden, Beschäftigten und Besucher zu dokumentieren.
  • Bei privaten Veranstaltungen mit weniger als 100 Besuchern ist kein Hygienekonzept zu erstellen.
  • Proben gelten regulär wie Veranstaltungen (nicht als private Veranstaltung, Quelle), Hygienevorgaben müssen eingehalten werden. Allgemeine Proben ohne Veranstaltungsbezug sind zulässig.
  • Musikschulen und Bildungseinrichtungen müssen für ihren Betrieb ein Hygienekonzept erstellen und die Teilnehmerdaten erfassen.
  • Zur Frage der Mindestabstände bei Sängerinnen und Sängern wird auf die Arbeitsschutzstandards der VBG und die Risikoeinschätzung des FIM verwiesen. Für Sänger*innen gelten mindestens 2 m Abstand zur nächsten Person.
  • Maximale Gruppengröße für den Unterricht in Musikschulen sind 20 Personen.

Untersagt sind

  • bis einschließlich 31. Juli: Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern (Teilnehmer sind Besucher, Beschäftigte und Mitwirkende bleiben außer Betracht)
  • bis einschließlich Oktober: Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern
  • Ausnahme: im gesamten Juli sind Veranstaltungen bis 250 Teilnehmer zulässig, wenn die Teilnehmer auf festen Sitzplätzen einem festen Programm folgen, z.B. bei Konzerten.

Allgemeine Grundsätze:

  • Der Mindestabstand von 1,5 m gilt weiterhin. Anbieter/Veranstalter sind verpflichtet diesen bei ihren Angeboten zu gewährleisten und alle Beteiligten und Besucher über die Hygienemaßnahmen zu informieren. Sofern Hygienekonzepte verlangt werden, sind diese grundsätzlich nur auf Verlangen vorzulegen.
  • Sofern Kontaktdaten zur Nachverfolgung erhoben werden müssen, sind diese vier Wochen aufzubewahren.
  • Personen, die in Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person stehen oder standen, wenn seit dem letzten Kontakt noch nicht 14 Tage vergangen sind, oder die typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweisen ist die Teilnahme an Veranstaltungen, Sitzungen, Proben etc grundsätzlich untersagt.

Mustervorlage: Hygienekonzept für Chöre

Links:

Alle unsere Arbeitshilfen und Muster erhalten Sie kostenlos. Damit wir dies auch zukünftig tun können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wir freuen uns daher, wenn Sie Mitglied im Schwäbischen Chorverband werden oder uns mit einer Spende unterstützen.


Schwäbischer Chorverband

Die Öffnungszeiten der Geschäftsstelle sind vorerst wie folgt verkürzt: Mo-Do 9-16 Uhr, Fr 9-14 Uhr. Bitte verzichten Sie vorerst soweit möglich auf persönliche Besuche und melden sich unbedingt vorher an.

Bitte beachten Sie, dass im Gebäude SpOrt, in welchem sich die Geschäftstelle befindet, in allen öffentlichen Bereichen und den Aufzügen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht.


Hilfestellungen für Vereine rund um Corona
Verein(t) Zusammen – Vereine als soziale Netzwerke

Wir haben Verein(t) Zusammen – Vereine als soziale Netzwerke gegen Krisen gemeinsam mit anderen Partnern auf den Weg gebracht um gemeinsam Wissen zu teilen, kreative und praktische Projekte zu veröffentlichen, Stellungnahmen und Appelle zu bündeln, Daten zu sammeln. Das Herzstück ist die Homepage www.vereintzusammen.info.

Diese Seite darf durch Schwarmintelligenz wachsen und wird damit eine wirkliche Hilfe für ALLE Vereine und Verbände werden, von Kultur bis Sport, von Umwelt- und Naturschutz, über Selbsthilfe, karitative und humanitäre Organisationen, bis hin zum Hobbyverein. Alle dürfen helfen, alle dürfen mitmachen, alle dürfen teilen.


Newsticker

27.07.2020: Online-Seminar „Hygiene im Chor“

08.07.2020: 15 Millionen Euro für gemeinnützige Vereine und Zivilgesellschaft: Die Unterstützung erfolgt voraussichtlich ab August dieses Jahres durch eine jeweils einmalige Förderung von maximal 12.000 Euro pro Verein oder Organisation, die nicht zurückbezahlt werden muss. Die Mittel sollen zur Deckung zwangsläufiger Fixkosten bei gleichzeitig seit dem 11. März 2020 coronabedingt entgangenen Einnahmen wie Eintrittsgelder, Spenden oder Einnahmen aus Veranstaltungen dienen.

08.07.2020: FAQ zur Öffnung in Kunst und Kultur aktualisiert. Ab 15.7. ist ein Beratungsangebot von Vereinen durch das Freiburger Institut für Musikermedizin geplant.

25.06.2020: Viele Einzelverordnungen entfallen. Eine Übersicht gibt es hier. Die Verordung für den Unterricht an Musikschulen wurde neu gefasst. Zulässig sind Gruppen bis 20 Personen, für SängerInnen gelten 2m Mindestabstand.

23.06.2020: Ab 1. Juli gilt eine neue Corona-Verordnung.

17.06.2020: Ergebnis der Bund-Länder-Beratung: Die bisherigen Regeln zu Mindestabstand und Hygienemaßnahmen bleiben: 1,5 Meter Abstand, verstärkte Hygiene, Masken in bestimmten öffentlichen Bereichen, Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen. Großveranstaltungen bleiben, mit Ausnahmen, noch bis mindestens Ende Oktober verboten.

16.06.2020: Regelbetrieb in den Kitas ab 29.06.2020

15.06.2020: Nächste Phase der Öffnung im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit

10.06.2020: Handlungsempfehlungen für Angebote der Kinder- und Jugendarbeit. Bis Mitte Juli soll die Gesamtzahl der an Angeboten beteiligten Teilnehmenden und Betreuenden auf bis zu 100 Personen erhöht werden und auch Angebote mit Übernachtung möglich werden.

09.06.2020: Neue Corona-Verordnung:  Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist künftig in einer Gruppe mit Angehörigen von bis zu zwei Haushalten oder bis zu zehn Personen gestattet. Das Sozialministerium kann nun auch Verordnungen für Veranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmenden, einschließlich der dazu notwendigen Proben, erlassen.

08.06.2020: Private Feierlichkeiten in gemieteten Räumlichkeiten, wie Vereinsheimen, sind bis zu 99 Teilnehmenden zulässig. Ein Hygienekonzept ist zwischen Veranstalter und Vermieter abzustimmen, die Teilnehmenden müssen dokumentiert werden.

04.06.2020: Eckpunkte zum Konjunkturpaket. Unter anderem geplant: befristete Senkung der Mehrwertsteuer von 1.7.-31.12.2020, Programm für Überbrückungshilfen für kleine Unternehmen, Förderung der kulturellen Infrastruktur, Kredit-Sonderprogramm über die KfW zur Unterstützung der Landesmaßnahmen für Einrichtungen der Jugendbildung.

03.06.2020: Kompakt-Seminar „Schritt für Schritt zur Hygieneverordnung“ des LABW

02.06.2020: FAQ zu den Öffnungen im Kulturbereich mit Erläuterungen zur Proben- und Konzerttätigkeit in Amateurchören

02.06.2020: Handlungsempfehlung des MWK zum Unterricht in der Amateurmusik

02.06.2020: Neue Corona-Verordnung BW: Bildungseinrichtungen dürfen wieder uneingeschränkt öffnen, Hygienekonzept notwendig, ggf. Sonderregelungen für einzelne Bereiche. Unterricht in Vereinen der Breitenkultur ist analog zu den Regelungen für Musikschulen zulässig. Im Gesang lediglich Einzelunterricht.
Veranstaltungen bis 100 Teilnehmer sind unter Auflagen zulässig. Die Teilnehmer dürfen nicht singen. Proben für die Veranstaltung sind zulässig. Hierbei sind die Sicherheitsvorkehrungen zu beachten.

31.05.2020: Antragsfrist für Corona-Soforthilfe des Landes endet.

29.05.2020: Verordnung über Veranstaltungen. Veranstaltungen bis 100 Teilnehmer sind unter Auflagen zulässig. Die Teilnehmer dürfen nicht singen. Die Sitzplätze müssen so eingerichtet sein, dass mindestens 1,5 m Sicherheitsabstand bestehen. Name und Kontaktdaten der Teilnehmenden müssen gespeichert werden. Die Kommunikation der Beschäftigten und sonstigen Mitwirkenden mit den Teilnehmern ist auf ein notwendiges Minimum zu beschränken. Proben für die Veranstaltung sind zulässig.

29.05.2020: Der Koalitionsausschuss hat sich auf Regeln für private Feiern geeinigt, zulässig sind maximal 20 Personen in Räumen. In anbietbaren Räumen 99 Personen, hier gelten die für Gaststätten vorgeschriebenen hygienischen Standards (Mundschutz, Dokumentation, Reinigungskonzept etc.)

29.05.2020: Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sind Gruppenangebote bis 15 Personen in ausreichend großen Räumlichkeiten zulässig. Auch mehrtägige Angebote, bei Übernachtung im eigenen Haushalt, sind zulässig. Weitere Informationen zu den Anforderungen.

28.05.2020: Verordnung zur Öffnung der Angebote der Jugendarbeit angekündigt. Gruppen mit bis zu 15 Personen ab 02.06.2020 zulässig

27.05.2020: Neue Corona-Verordnung BW. In privaten Räumen sind Ansammlungen von bis zu 10 Personen zulässig. Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern sind untersagt. Für Veranstaltungen von 1-100 Personen wird eine gesonderte Verordnung erlassen, die auch die Probenarbeit regelt. Geltungsdauer der Verordnung auf 14.06. verkürzt, d.h. voraussichtlich ab 15.06. wird eine komplett neue Verordnung erlassen.

26.05.2020: BMF-Schreiben: Es wird gemeinnützigkeitsrechtlich nicht beanstandet, wenn die Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschalen weiterhin geleistet werden, obwohl eine Ausübung der Tätigkeit aufgrund der Corona-Krise ( zumindest zeitweise) nicht mehr möglich ist.

26.05.2020: Das Kabinett hat weitere Lockerungen angekündigt, unter anderem für Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen. Details, auch zur Probenarbeit soll das Sozialministerium in einer Verordnung regeln.

25.05.2020: Weitere Lockerungen im Bereich der Musik- und Jugendkunstschulen. Gruppenunterricht bis 10 Personen, beim Singen und Blasinstrumenten lediglich Einzelunterricht. Verordnung gilt auch für freie Musikschulen.

22.05.2020: Corona-Verordnung des Kultusministeriums zur allgemeinen Weiterbildung und freien schulischen Bildung. Start des Weiterbildungsbetriebs am 25. Mai möglich.

22.05.2020: Kunst und Kultur: Eckpunkte für Öffnungsstrategien der Kunstministerkonferenz

20.05.2020: Offener Brief von LMV und LABW an die Gemeinden zum Thema Hygienekonzepte und Räume.

20.05.2020: Förderprogramm Kultur Sommer 2020 des MWK Baden-Württemberg

19.05.2020: Aktualisierte Risikoeinschätzung des FIM

19.05.2020: Neue Mustervorlage Hygienekonzept für Chöre des Schwäbischen Chorverbandes.

14.05.2020: Die Chorleiterpauschale des Landes wird bereits in diesem Jahr auf 500 € erhöht.  Einzelunterricht und Kleingruppenunterricht ist analog zu den Vorgaben für Musikschulen möglich. Ab 1. Juni sollen kleinere Veranstaltungsformate bis 100 Beteiligte möglich sein. Das Förderprogramm „Kultur Sommer 2020 fördert diese.

13.05.2020: Masterplan Kultur des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit einer Öffnungsperspektive für den Kulturbetrieb

12.05.2020: Stellungnahme der Universität der Bundeswehr zum Musizieren während der Pandemie.

12.05.2020: Umfrage Auswirkung der Corona-Pandemie auf Vereine

11.05.2020: BAFA-Beratung für Corona-betroffene KMU, Vereine, die regelmäßig wirtschaftlich tätig sind, sind antragsberechtigt.

11.05.2020: Die Krisenberatung Corona des Wirtschaftsministerium BW für kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe startet

09.05.2020: Neue Corona-Verordnung
Die Nutzung schulischer Gebäude für nichtschulische Zwecke ist bis einschließlich 15.06.2020 untersagt. Im öffentlichen Raum ist der Aufenthalt nur alleine oder im Kreis der Angehörigen des eigenen sowie eines weiteren Haushalts gestattet. Das selbe gilt für Vereine. Veranstaltungen und Versammlungen zur Religionsausübung sind zulässig, näheres regelt eine Verordnung.
Kultureinrichtungen und sonstige Bildungseinrichtungen sind bis einschließlich 24.05.2020 geschlossen. Musikschulen und Jugendkunstschulen können einen eingeschränkten Betrieb aufnehmen. Den Chören und Musikvereinen ist keine weitere Perspektive aufgezeigt. (Quelle)

06.05.2020: Fahrplan für die Öffnung in Baden-Württemberg

06.05.2020: Einschätzung und Empfehlung des Chorverbandes Nordrhein-Westfalen, gesetzliche Regeln gelten für NRW

06.05.2020: Aktualisierte Risikoeinschätzung des FIM Freiburg

06.05.2020: Vereinsfeste bis auf weiteres verboten. Großveranstaltungen voraussichtlich bis Jahresende.

06.05.2020: Beurteilung der Ansteckungsgefahr mit SARS-CoV-2-Viren beim Singen durch die Charité

06.05.2020: Die Mehrwertsteuer auf Essen in der Gastrononmie wird ab Juli für die Dauer von einem Jahr von 19% auf 7 % gesenkt

04.05.2020: Der Unterrichtbetrieb an Musikschulen startet, mit Ausnahme von Gesang und Blasinstrumenten.

02.05.2020: Versammlungen zu religösen Zwecken, und damit auch Proben kleiner Ensembles bis max. 5 Personen, sind zulässig.

25.04.2020: Risikoabschätzung des Freiburger Instituts für Musikermedizin

24.04.2020: Szenarien zur Wiederaufnahme der Chorarbeit des VDKC

24.04.2020: Empfehlung der Deutschen Bischofskonferenz zum Singen im Gottesdienst

21.04.2020: Chor-Singen und Gesangsunterricht in Zeiten von Corona, Einschätzung der Deutschen Stimmklinik

20.04.2020: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard: Wichtig für Arbeitgeber und Anbieter von Angeboten

09.04.2020: Abweichend von den regulären Vorgaben können Verluste aus steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetreiben durch Corona bei Vereinen mit Mitteln des idellen Bereichs, der Zweckbetriebe oder Vermögensverwaltung ausgeglichen werden.

01.04.2020: In der Ausgabe SINGEN April 2020 erscheint ein Artikel zum Thema Corona in kurz&bündig, den wir bereits jetzt kostenfrei hier zum Download anbieten.

01.04.2020: Arbeitskräfte werden derzeit vorallem in der Landwirtschaft gesucht. Das Ministerium für ländlichen Raum hat daher eine Vermittlungsplattform gestartet, durch die zumindest ein kleines Zusatzeinkommen möglich ist.

01.04.2020: FAQ für Freiberufler vom Musikland Niedersachsen.

27.03.2020: Der Präsident des Landesmusikverbandes, Christoph Palm, hat gemeinsam mit Staatssekretärin Petra Olschowski einen Brief an die Vereine veröffentlicht.

25.03.2020: Der Bundesmusikverband hat Informationen zur Mitgliederversammlung in Zeiten von Corona und den rechtlichen Regeln der digitalen Mitgliederversammlung zusammengestellt.

20.03.2020: Die GEMA hat ein Notfallprogramm für ihre Mitglieder, die durch Honorarausfälle im Zusammenhang mit Corona betroffen sind eingerichtet.

20.03.2020: Die GEMA lizenziert im Rahmen einer Kulanzregelung aktuell Livestreams statt Livekonzerte mit den üblichen günstigen Tarifen, sofern das Konzert aufgrund von Corona-Lage abgesagt wurde.Die Chöre / Chorvereine melden die Veranstaltung, die aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden musste und jetzt als Live-Stream stattfindet, ganz normal mit dem GEMA-Anmeldebogen bei Ihnen als DCV-Mitgliedsverband an. Die GEMA freut sich, wenn auf dem Formular der Hinweis (handschriftlich) vermerkt wird, dass es sich um ein Live-Streaming handelt.

16.03.2020: Wann Ausfallhonorare gezahlt werden müssen oder nicht, hier gibt dieser Artikel Auskunft.

01.03.2020: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt zur Überbrückung von Lidquiditätsengpässen Förderkredite. Ansprechpartner ist die Hausbank.


Musikrat-Studie zum Musikunterricht an der Grundschule bringt endlich Klarheit

An deutschen Grundschulen fehlen laut der genannten Studie 23.000 Musiklehrkräfte. Dies hat zur Folge, dass 43 Prozent des Musikunterrichts von Lehrkräften erteilt werden, die nicht dafür ausgebildet sind. Schon lange war zu beobachten, dass ein erheblicher Teil des Musikunterrichts fachfremd erteilt wird und dass immer mehr Musiklehrerinnen und -lehrer in der Grundschule fehlen. Der Fachlehrermangel schlägt auch im Fach Musik an der Grundschule durch.

Gerade in der Grundschule besteht die Chance alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von Herkunft und Geldbeutel der Eltern für Musik zu begeistern. Hier kann die Spur für ein lebenslanges Interesse an Musik gelegt werden. weiterlesen »


Vocals on Air – Radiomagazin für die Vokalszene am 05.03.2020

Themensendung zum Barbershop-Musikfestival 2020 in Dortmund

Barbershop-Musikfestival 2020: Interview mit Maximilian Hilz von Bing!

„Die Barbershop-Familie trifft sich zum Austausch, Zuhören, Kennenlernen und gegenseitigen Mitfiebern“, so Maximilian Hilz, 1. Vorsitzender vom Fachverband Barbershop in Germany. A Cappella Explosion lautet das Motto, unter dem sich vom 2. bis 5. April 2020 zahlreiche Chöre und Quartette aus Deutschland und der ganzen Welt im Konzerthaus Dortmund einfinden werden. Holger Frank Heimsch spricht mit Maximilian Hilz über das Programm und den Wettbewerb.

Vorbereitungen auf den Barbershop-Wettbewerb

Rund 60 Ensembles bereiten sich aktuell auf die Meisterschaft im Rahmen der BinG-Convention Anfang April in Dortmund vor. Dazu gehören u.a. die Barberlights aus Remseck, LaBoom aus München und der bundesweit zusammengestellte Heavy Medal Chorus. Helene Conrad hat die Ensembles während der Vorbereitungen kontaktiert.

Individuelles Coaching: Interview mit Kerstin Greaves

In ganz Deutschland ist die Sängerin und Chorleiterin Kerstin Greaves als Coach für Vokalensembles unterwegs. Aktuell ist sie speziell bei Barbershop-Ensembles gefragt, die sich mit ihr individuell auf den Wettbewerb in Dortmund vorbereiten. Greaves spricht im Interview mit Holger Frank Heimsch über ihre Arbeit und die Vorbereitungen auf Dortmund.

Steckbrief: Quintense

Jung, talentiert und stimmgewaltig: Die Sängerinnen und Sänger des A-cappella-Ensembles Quintense begeistern die Szene mit einem Programm, das für jeden Musikgeschmack etwas bereithält. In ihren kreativen Arrangements lassen sie Genregrenzen zwischen Pop und Jazz verschwinden. Am Samstag, 4. April sind sie mit ihrem aktuellen Programm Finesse zu Gast im Pavillon der IG Kultur in Sindelfingen. Zuvor sind sie bei Vocals on Air und stellen sich mit einem Steckbrief vor.

Rechtstipp: Recht am eigenen Bild

Seid ihr schon mal fotografiert worden, ohne es zu merken, und seht euch plötzlich auf einem Plakat, das nichts mit euch zu tun hat? Das Recht am eigenen Bild ist ein sehr persönliches Recht, welches u.a. dem Auftragegeber eines Plakates oder den Fotografen selbst in große Schwierigkeiten bringen kann. Wie man sein Recht am eigenen Bild schützt und Fehlern aus dem Weg geht, erklärt Rechtsanwalt Dietrich Strobel im aktuellen Rechtstipp.

Moderation: Katrin Heimsch
Chor-News: Stefanie Sickel

Die aktuelle Sendung auf Schwabenwelle.de könnt Ihr live am 05.03.2020 um 18 Uhr hören.


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