SCV

Schwäbischer Chorverband » 2020 » März

März 2020

Standpunkt von Christian Wulff zur aktuellen Situation

In der Krise geht es darum, das System der liberalen Demokratie für den „Regelbetrieb“ zu erhalten. Dafür sind Kultur und Kulturschaffende unerlässlich. Ihnen muss jetzt geholfen werden!
Kultur ist systemrelevant!

In den letzten Tagen haben wir viel davon gehört, welche Berufsgruppen in der Corona-Krise systemrelevant seien: Menschen aus den Pflege- und Heilberufen, aus Polizei, Feuerwehr, aus dem Einzelhandel, sofern es die Grundversorgung betrifft, kurzum: diejenigen, ohne die unserer ohnehin taumelnden Gesellschaft ein Stück ihrer Basis entzogen würde. Diese Einteilung so vorzunehmen, ist gut und richtig.
Genauso gut und richtig ist es, dass die Regierungen in ganz Europa schon jetzt an die Zeit nach der Krise denken und etwa Unternehmen aller Art auf ganz unterschiedliche Weise vor Insolvenz schützen wollen. Dadurch sollen kurzfristig die Märkte beruhigt, mittelfristig die Unternehmen am Leben gehalten und langfristig Massenarbeitslosigkeit und Stärkung des Populismus vermieden werden. Dies sind also auch Investitionen in den Fortbestand von liberaler Demokratie und offener Gesellschaft.

Die Gesellschaft, in der wir leben, ist allerdings auch in einem sehr hohen Maße davon geprägt, dass an allen Ecken unseres Landes Menschen auf ehrenamtlicher Basis mittun und ihr Umfeld vor Ort gestalten. Sie bereichern damit nicht nur ihr eigenes, sondern unser aller Leben.

Den Rahmen dafür bieten zumeist Vereine und Verbände. Sie tragen das Gerüst aus Haupt­ und Ehrenamt, das wir alle für selbstverständlich halten – überall in Deutschland. In den letzten Jahren haben wir ohnehin schon feststellen müssen, dass die grundlegende Finanzierung dieser Strukturen an ihre Grenzen kommt- in einer Gesellschaft, in der der Wille schwindet, sich in Strukturen zu binden und diese damit auch zu finanzieren. An vielen Stellen sind Vereine und Verbände kaum mehr in der Lage, sich diejenigen Hauptamtlichen zu leisten, die Ehrenamt erst ermöglichen.

Diese Entwicklung wird sich durch die gegenwärtige Krise noch weiter verschärfen. In vielen Fällen haben Vereine oder Verbände bereits Investitionen getätigt für Veranstaltungen, die nun abgesagt werden müssen. Anfallende Kosten können oft nicht oder jedenfalls nicht voll durch Zuwendungen der öffentlichen Hand abgefangen werden. Zudem heißt das Herunterfahren allen Vereins- und Verbandslebens auch, dass viele einen Anlass haben, sich über ihre Mitgliedschaft Gedanken zu machen. Es könnte also zu zusätzlichen Austritten kommen, was die Finanzen weiter schwächt. Beschleunigt wird dadurch der bereits stattfindende Prozess der Schwächung von denjenigen Strukturen, die das Vereinsleben in vielen Bereichen tragen.

Darüber hinaus gibt es ein eingeübtes Zusammenspiel aus Strukturen und freiberuflich Tätigen. Im Chorbereich betrifft das vor allem unsere Chorleiterinnen und Chorleiter. Aber auch an anderen Stellen werden Kulturschaffende viel zu häufig nur dann bezahlt, wenn sie auch wirklich tätig sein können. Über diese Praxis muss man sicher generell streiten. In der gegenwärtigen Situation hat sie zur Folge, dass viele Kulturschaffende in ihrer Existenz bedroht sind. Das wiederum ist nicht nur das persönliche Problem der Betroffenen – denn natürlich leben Ensembles aller Art davon, dass es Menschen gibt, die fähig und willens sind, sie zu leiten. Wenn viele professionelle Kulturschaffende nun gezwungen wären, sich dauerhaft nach Alternativen umzusehen, hieße das auch, dass immer weniger von ihnen zur Verfügung stehen. Das bedroht unmittelbar die Existenz von sozialer und kultureller Infrastruktur in allen Teilen Deutschlands.

Dieser Prozess würde vermutlich in der Hauptsache diejenigen Regionen treffen, die wir ohnehin schon als „strukturschwach“ ansehen. Man muss kein Prophet sein, um anzunehmen, dass die Folgen eine weitere Schwächung des ländlichen Raums, Landflucht und politische Radikalisierung der Zurückbleibenden sein werden.

Das oben zur wirtschaftlichen Entwicklung Gesagte gilt in gleicher Weise für die Kultur in ganz Deutschland: Wir müssen kurzfristig die berufliche Existenz von Kulturschaffenden und die Liquidität von Vereinen und Verbänden retten. Mittelfristig kann damit die bestehende kulturelle Infrastruktur gesichert werden, um langfristig Landflucht und Radikalisierung vorzubeugen. Gerade dies sind Investitionen in den Fortbestand von liberaler Demokratie und offener Gesellschaft.

Ganz konkret sehe ich mehrere notwendige Wege, die entschlossen gegangen werden müssen.

Alle sind in der solidarischen Pflicht, jede und jeder einzelne. Wer möchte, dass seine Chor­ leiterin, sein Chorleiter dem Chor erhalten bleibt, sollte diese Frage offen ansprechen und muss eventuell auch bereit sein, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Chores ihr oder ihm sofort über eine Durststrecke zu helfen, sofern das machbar ist. Wer mit einem Vereinsaustritt liebäugelt, sollte sich klarmachen, dass dies der denkbar ungünstigste Zeitpunkt ist. Ein Aus­ tritt derzeit könnte einem Verein oder Verband unter Umständen den Todesstoß versetzen.
Jetzt müssen wir zusammenstehen.

Die öffentliche Hand ist auf allen Ebenen klar gefordert, kurzfristig und unbürokratisch Hilfe zu leisten. Notwendig sind zum Beispiel: Die Auszahlungen von Zuwendungen, auch wenn Veranstaltungen derzeit nicht durchgeführt werden können; oder der Erlass von Miet­ zahlungen, wenn etwa Räumlichkeiten benutzt werden, die der öffentlichen Hand gehören.

Und natürlich sollte die Situation auch Anlass dafür bieten, die restriktive Praxis zu über­ denken, die auf allen Ebenen generell für institutionelle Förderungen gilt. Wenn wir wollen, dass kulturelle Infrastruktur in einer Weise überlebt, wie wir sie kennen und wie wir sie uns auch wünschen, dann werden wir auch um diese Diskussion nicht herumkommen.

Der Begriff der Systemrelevanz stellt sich in einer Krise anders dar als in Zeiten, die wir bei aller Bewegtheit als „normal“ bezeichnen. Das darf uns aber nicht dazu verleiten anzunehmen, dass Systemrelevanz sich ausschließlich auf den Krisenfall bezieht. Es geht auch darum, das System der liberalen Demokratie für den „Regelbetrieb“ zu erhalten. Dafür ist Kultur und sind Kultur­ schaffende unerlässlich. Sie ist und sie sind systemrelevant! Ihr und ihnen muss geholfen werden. Schnell, wirksam und unbürokratisch!

Christian Wulff ist Präsident des Deutschen Chorverbands. Von 2003 bis 2010 war er Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Als 10. Präsident der Bundesrepublik Deutschland (2010-2012) engagiert sich Christian Wulff heute unter anderem für den Zusammenhalt in der Gesellschaft, die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und im Dialog von Gläubigen verschiedener Religionen. Als ehemaliges Staatsoberhaupt vertritt er Deutschland auch auf internationaler Ebene.


Vocals on Air – Radiomagazin für die Vokalszene am 19.03.2020

In der Vorbereitung auf die 172. Sendung von Vocals on Air kam die Nachricht, dass auf Grund der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus das Deutsche Chorfest 2020 in Leipzig abgesagt wurde. Für die Sendung sind bereits Beiträge zum Thema Chorfest geführt worden, so zum Beispiel ein Interview mit dem künstlerischen Leiter Tobias Rosenthal, die wir Euch trotzdem präsentieren möchten. Zudem gibt es einen Beitrag zur aktuellen Lage in der zum Stillstand erliegenden Kulturszene.
Die Redaktion wünscht Euch trotz allem gute Unterhaltung mit dieser Sendung.

Die aktuelle Sendung: Die Kulturlandschaft in Zeiten von Corona & Deutsches Chorfest

Kulturszene in Zeiten von Corona: Interview mit Prof. Christan Höppner, Generalsekräter des Deutschen Musikrates
„Ich möchte allen ganz viel Zuversicht und Durchhaltevermögen in diesen Zeiten mit auf den Weg geben. Das Grundbedürfnis nach kulturellem Leben in unserem Land wird nicht ersterben, sondern weiter wachsen. Ich kenne das Gefühl, wenn ich bangen muss, ob ich die Miete für den nächsten Monat zusammen bekomme. Aber ich erlebe eine große Solidarität in der Gesellschaft, für die Menschen, die in existinzellen Sorgen sind. Aber die gute Botschaft ist: die Kultur wird immer bestehen und nachgefragt bleiben. Wir müssen nur diese Durststrecke überwinden“, sagt Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates. Im Interview mit Holger Frank Heimsch spricht er über die aktuelle Lage der Kulturszene, die Möglichkeiten der Unterstützung und die Chancen und Wirkungen der umlaufenden Online-Petitionen.

Musikstadt Leipzig

Leipzig kann so vieles sein. Vor allen Dingen aber ist es die Stadt, in die es schon seit vielen Jahrhunderten Musikerinnen und Musiker gezogen hat. Sie alle haben Leipzig
musikalisch geprägt, sodass die UNESCO gerade eine Initiative der Leipziger unterstützt,
sich bald Musikstadt nennen zu dürfen. Was Leipzig natürlich schon längst ist, wie Vocals-on-Air-Reporterin Helene Conrad herausgefunden hat.

Medientipp: Mitteldeutsches Chorbuch (Breitkopf&Härtel)

Auch wenn das Deutsche Chorfest verschoben wurde, ist rechtzeitig zum ursprünglich geplanten Start die Fertigstellung eines ganz besonderen Chorbuches gelungen. Ein Chorbuch, in der sich rund 500 Jahre Chormusik aus Mitteldeutschland, geistliche und weltliche Friedensmusik sowie klassische und moderne Volksliedarrangements auf rund 300 Seiten wiederfinden. Das Chorbuch ist in Kooperation des DCV mit den drei mitteldeutschen Verbänden (Sächsischer Chorverband, Chorverband Sachsen-Anhalt, Chorverband Thüringen). Prof. Andreas Göpfert, der die Werke zusammengestellt hat, spricht im Interview mit Holger Frank Heimsch über das Buch, seine Entstehung und warum es über das Chorfest hinaus ein Buch für die Chorlandschaft sein wird.

Moderation: Holger Frank Heimsch
Chor-News: Katrin Heimsch

Die aktuelle Sendung auf Schwabenwelle.de könnt Ihr am 19.03.2020 um 18 Uhr hören.


Aufruf des Landesmusikverbandes zur Solidarität mit notleidenden Musikerinnen und Musikern

Offener Brief von LMV-Präsident Christoph Palm an die Vereine

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Engagierte in den Vereinen der Amateurmusik,

in aufgewühlten Zeiten wenden wir uns an Sie als wertvolles Mitglied unserer großen baden-württembergischen Musikfamilie, die auch in außergewöhnlichen Situationen zusammenhält und weiß, worauf es im Leben ankommt.

Deshalb gilt unsere erste Sorge Ihnen und Ihren Lieben. Wir hoffen sehr, dass Sie gesund sind und ge-sund bleiben und das für Sie und uns alle richtige Maß aus Vorsicht und Gelassenheit finden. Wir alle wissen als Musikkennerinnen und Musikkenner, dass es mit Händewaschen alleine nicht getan ist, um an Leib und Seele unbeschadet aus dieser Krise zu kommen. Nutzen Sie also weiterhin im Rahmen der der-zeit geltenden Verhaltensregeln die Kraft der Musik für sich und für Ihre Mitmenschen. Auch eine ein-zelne Trompeterin vor einem Pflegeheim kann Freude bringen.

Die aktuelle Situation bedarf großer Solidarität der Bürgerinnen und Bürger untereinander. Solidarisch müssen wir mit denjenigen sein, die von der Coronavirus-Pandemie in besonderer Art betroffen sind, insbesondere mit den schwer Erkrankten, den Mitgliedern von Risikogruppen sowie dem medizinischen Personal.
Solidarität bedarf es auch gegenüber denjenigen, die von der Kunst und insbesondere der Musik leben. Für die nächsten Wochen und Monate wurden die Proben der Chor- und Musikvereine sowie kleine und große Konzertveranstaltungen und Seminare abgesagt. Das ist traurig für die aktiv Musizierenden der Vereine und das Publikum der Kulturveranstaltungen. Bei den oftmals freiberuflich tätigen Chorleiterin-nen und Chorleitern sowie Dirigentinnen und Dirigenten verursacht dies ernsthafte finanzielle Schwie-rigkeiten. Während Kulturveranstalter Abhilfe im Rahmen der Wirtschaftsförderungen finden können, ist die Lage für freie Musikerinnen und Musiker existenzbedrohend. Fragen wie „Wie bezahle ich die nächste Monatsmiete?“ werden zur Realität. Lassen Sie Ihre Angestellten und freiberuflichen Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter nicht im Stich! Ein Vorschuss aus der Vereinskasse kann beispielsweise eine wirksame Maßnahme zur Überbrückung akuter Liquiditätsengpässe sein.

Dem Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie dem Landesmusi-krat Baden-Württemberg ist der Ernst der Lage für freischaffende Musikerinnen und Musiker bewusst. In einem intensiven Austausch arbeiten wir als Landesmusikverband gemeinsam mit anderen Institutionen auf rasche, wirksame Lösungen für wirtschaftlich in Not geratene Musikerinnen und Musiker hin. Eben-so bemühen wir uns bei der Landesregierung um eine Kompensation der finanziellen Verluste von Ver-einen, die diese durch die Absage von Konzerten und anderen Veranstaltungen erleiden. Dazu werden wir Sie aktuell auf dem Laufenden halten.
Bis dahin hoffen wir, dass unser musikalisch-kulturelles Leben bald wieder in voller Blüte erstrahlen kann!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Christoph Palm, OB a.D., im Namen des gesamten LMV-Präsidiums


Informationen zum Corona-Virus

Stand: 31.03.2020, 12:56 Uhr

Der Umgang mit den Präventionsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) und die damit verbundenen Absagen von Proben und Veranstaltungen beschäftigen auch die Vereine im SCV.

Wir rufen unsere Vereine auf, die behördlichen Maßnahmen unbedingt zu befolgen und ihre Mitglieder ebenfalls zur Unterstützung anzuhalten. Zeigen Sie sich soldidarisch mit den Menschen, die besonders geschützt werden müssen. Alle Vereine sind aufgefordert ihre Mitglieder auf geltende Hygiene- und Präventionsmaßnahmen hinzuweisen.


Allgemeine Informationen

Die aktuellen Regelungen über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 in Baden-Württemberg finden Sie hier.

Aktuelle Informationen zur Risikolage und empfohlenen Maßnahmen veröffentlicht laufend das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Webseite. Diese finden Sie hier.

Aktuelle Informationen zur Lage in Baden-Württemberg finden Sie auf der Seite des Sozialministeriums.

In der Ausgabe SINGEN April 2020 erscheint ein Artikel zum Thema Corona in kurz&bündig, den wir bereits jetzt kostenfrei hier zum Download anbieten.


Schwäbischer Chorverband

Der Schwäbische Chorverband hat den Chorverbandstag und Chorjugendtag am 25.04.2020 abgesagt. Als neuer Termin ist Sonntag. 04. Oktober 2020, festgesetzt. Die Einladung folgt.

Die Seminare bis einschließlich 19.04.2020 sind abgesagt.

Die Öffnungszeiten der Geschäftsstelle sind vorerst wie folgt verkürzt: Mo-Do 9-16 Uhr, Fr 9-14 Uhr. Bitte verzichten Sie vorerst soweit möglich auf persönliche Besuche und melden sich ggf. vorher an.

Hier können Sie einen Standpunkt von Christian Wulff, Präsident des Deutschen Chorverbandes, zur aktuellen Situation lesen.

Der Präsident des Landesmusikverbandes, Christoph Palm, hat gemeinsam mit Staatssekretärin Petra Olschowski einen Brief an die Vereine veröffentlicht.


Hilfestellungen für Vereine rund um Corona
Verein(t) Zusammen – Vereine als soziale Netzwerke

Wir haben Verein(t) Zusammen – Vereine als soziale Netzwerke gegen Krisen gemeinsam mit anderen Partnern auf den Weg gebracht.
Unter dem Stichwort #Verein(t) Zusammen rufen wir dazu auf, gemeinsam Wissen zu teilen, kreative und praktische Projekte zu veröffentlichen, Stellungnahmen und Appelle zu bündeln, Daten zu sammeln. Das Herzstück ist die Homepage www.vereintzusammen.info.

Diese Seite darf durch Schwarmintelligenz wachsen und wird damit eine wirkliche Hilfe für ALLE Vereine und Verbände werden, von Kultur bis Sport, von Umwelt- und Naturschutz, über Selbsthilfe, karitative und humanitäre Organisationen, bis hin zum Hobbyverein. Alle dürfen helfen, alle dürfen mitmachen, alle dürfen teilen.


Veranstaltungen und Probenarbeit

Versammlungen und sonstige Veranstaltungen sind untersagt. Dasselbe gilt für Zusammenkünfte von Vereinen.  Nach Auskunft des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst gilt dies bis 19.04.2020. Die Gültigkeit des Erlasses ist aber auf 15.06.2020 datiert, daher empfehlen wir den Vereinen mit Entscheidungen noch etwas abzuwarten, wie sich die Rechtslage entwickelt. (Quelle)

Für die weitere Beurteilung hat das RKI hat eine Checkliste zur Risikoabschätzung für Veranstaltungen herausgegeben. Diese finden Sie hier. Anhand dieser Liste können Vereine ihre Veranstaltung bewerten. Ansprechpartner vor Ort ist das jeweilige Gesundheitsamt. 

Vereine, die eine Gaststätte betreiben sind aufgefordert sich gesondert bzgl. Schließung und Ausnahmeregelungen zu informieren.

Die GEMA lizenziert im Rahmen einer Kulanzregelung aktuell Livestreams statt Livekonzerte mit den üblichen günstigen Tarifen, sofern das Konzert aufgrund von Corona-Lage abgesagt wurde.
Hier schreibt der DCV: Die Chöre / Chorvereine melden die Veranstaltung, die aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden musste und jetzt als Live-Stream stattfindet, ganz normal mit dem GEMA-Anmeldebogen bei Ihnen als DCV-Mitgliedsverband an. Die GEMA freut sich, wenn auf dem Formular der Hinweis (handschriftlich) vermerkt wird, dass es sich um ein Live-Streaming handelt.

Der Bundesmusikverband hat Informationen zur Mitgliederversammlung in Zeiten von Corona und den rechtlichen Regeln der digitalen Mitgliederversammlung zusammengestellt.


Digitale Versammlungen

Digitale Konferenzen, Proben und Versammlungen bieten eine gute Möglichkeit das Vereinsleben weiter zu koordinieren. Die Tochterfirma des Schwäbischen Chorverbandes, ProStimme, unterstützt Vereine hierbei gerne.


Umgang mit freiberuflichen Musikern

Um die finanziellen Ausfälle auch für unsere Chorleiter gering zu halten, empfehlen wir sofern möglich Honorare fortzuzahlen und alternative Probentermine zu einem späteren Zeitpunkt zu vereinbaren. Chorleiter sind aufgefordert Alternativen zur Probengewohnheit, wie Übefiles oder digitale Möglichkeiten anzubieten.

FAQ für Freiberufler vom Musikland Niedersachsen.

Wann Ausfallhonorare gezahlt werden müssen oder nicht, hier gibt dieser Artikel Auskunft.

Die Deutsche Orchestervereinigung hat einen Leitfaden für freischaffende Künstler erstellt. Betroffene Vereine und Chorleiter werden gebeten die Umfrage des Deutschen Musikrates auszufüllen, damit dieser sich ein umfassendes Bild machen kann.


Finanzielle Folgen für Kulturtreibende und Lösungen

Wichtig ist es für Vereine und Freiberufler Veranstaltungsabsagen und Einkunftsausfälle zu dokumentieren.

Der Bund und die Länder haben angekündigt im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten Zuwendungen für entfallene Projekte nicht zurückzufordern.

Informationen zum „Rettungschirm für den Kulturbereich“ durch den Bund. Hier wird 1) Kleinen Unternehmen wird bei der Betriebssicherung geholfen, 2) Persönliche Lebensumstände werden abgesichert, 3) Mit vielen rechtlichen Einzelmaßnahmen sollen Härten abgemildert werden.

Hier finden Sie die Soforthilfe Corona des Landes Baden-Württemberg für Soloselbstständige und Kulturbetriebe. Nach einer Nachbesserung bleiben private Rücklagen unbeabsichtigt, so dass bei akuten Ausfällen das Ziel ist die wirtschaftliche Existenz zu sichern und Liquiditätsengpässe zu kompensieren, hierfür kann ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss für drei Monate gewährt werden.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst BW hat eine Seite mit Informationen für Künstler und Kulturtreibende veröffentlich.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt zur Überbrückung von Lidquiditätsengpässen Förderkredite. Ansprechpartner ist die Hausbank.

Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungschutzrechten (GVL) zahlt allen Berechtigten, die Honorarausfälle erlitten haben eine einmalige Hilfe in Höhe von 250 € aus, weitere Unterstützungsmaßnahmen sind in Planung.

Auch die GEMA hat ein Notfallprogramm für ihre Mitglieder, die durch Honorarausfälle im Zusammenhang mit Corona betroffen sind eingerichtet.

Arbeitskräfte werden derzeit vorallem in der Landwirtschaft gesucht. Das Ministerium für ländlichen Raum hat daher eine Vermittlungsplattform gestartet, durch die zumindest ein kleines Zusatzeinkommen möglich ist.



Musikrat-Studie zum Musikunterricht an der Grundschule bringt endlich Klarheit

An deutschen Grundschulen fehlen laut der genannten Studie 23.000 Musiklehrkräfte. Dies hat zur Folge, dass 43 Prozent des Musikunterrichts von Lehrkräften erteilt werden, die nicht dafür ausgebildet sind. Schon lange war zu beobachten, dass ein erheblicher Teil des Musikunterrichts fachfremd erteilt wird und dass immer mehr Musiklehrerinnen und -lehrer in der Grundschule fehlen. Der Fachlehrermangel schlägt auch im Fach Musik an der Grundschule durch.

Gerade in der Grundschule besteht die Chance alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von Herkunft und Geldbeutel der Eltern für Musik zu begeistern. Hier kann die Spur für ein lebenslanges Interesse an Musik gelegt werden. weiterlesen »


Vocals on Air – Radiomagazin für die Vokalszene am 05.03.2020

Themensendung zum Barbershop-Musikfestival 2020 in Dortmund

Barbershop-Musikfestival 2020: Interview mit Maximilian Hilz von Bing!

„Die Barbershop-Familie trifft sich zum Austausch, Zuhören, Kennenlernen und gegenseitigen Mitfiebern“, so Maximilian Hilz, 1. Vorsitzender vom Fachverband Barbershop in Germany. A Cappella Explosion lautet das Motto, unter dem sich vom 2. bis 5. April 2020 zahlreiche Chöre und Quartette aus Deutschland und der ganzen Welt im Konzerthaus Dortmund einfinden werden. Holger Frank Heimsch spricht mit Maximilian Hilz über das Programm und den Wettbewerb.

Vorbereitungen auf den Barbershop-Wettbewerb

Rund 60 Ensembles bereiten sich aktuell auf die Meisterschaft im Rahmen der BinG-Convention Anfang April in Dortmund vor. Dazu gehören u.a. die Barberlights aus Remseck, LaBoom aus München und der bundesweit zusammengestellte Heavy Medal Chorus. Helene Conrad hat die Ensembles während der Vorbereitungen kontaktiert.

Individuelles Coaching: Interview mit Kerstin Greaves

In ganz Deutschland ist die Sängerin und Chorleiterin Kerstin Greaves als Coach für Vokalensembles unterwegs. Aktuell ist sie speziell bei Barbershop-Ensembles gefragt, die sich mit ihr individuell auf den Wettbewerb in Dortmund vorbereiten. Greaves spricht im Interview mit Holger Frank Heimsch über ihre Arbeit und die Vorbereitungen auf Dortmund.

Steckbrief: Quintense

Jung, talentiert und stimmgewaltig: Die Sängerinnen und Sänger des A-cappella-Ensembles Quintense begeistern die Szene mit einem Programm, das für jeden Musikgeschmack etwas bereithält. In ihren kreativen Arrangements lassen sie Genregrenzen zwischen Pop und Jazz verschwinden. Am Samstag, 4. April sind sie mit ihrem aktuellen Programm Finesse zu Gast im Pavillon der IG Kultur in Sindelfingen. Zuvor sind sie bei Vocals on Air und stellen sich mit einem Steckbrief vor.

Rechtstipp: Recht am eigenen Bild

Seid ihr schon mal fotografiert worden, ohne es zu merken, und seht euch plötzlich auf einem Plakat, das nichts mit euch zu tun hat? Das Recht am eigenen Bild ist ein sehr persönliches Recht, welches u.a. dem Auftragegeber eines Plakates oder den Fotografen selbst in große Schwierigkeiten bringen kann. Wie man sein Recht am eigenen Bild schützt und Fehlern aus dem Weg geht, erklärt Rechtsanwalt Dietrich Strobel im aktuellen Rechtstipp.

Moderation: Katrin Heimsch
Chor-News: Stefanie Sickel

Die aktuelle Sendung auf Schwabenwelle.de könnt Ihr live am 05.03.2020 um 18 Uhr hören.


©2020 Schwäbischer Chorverband - Geschäftsstelle im SpOrt Stuttgart (4ter Stock) Fritz-Walter-Weg 19 70372 StuttgartTelefon: 0711 46 36 81 oder 0711 466809 - Telefax: 0711 48 74 73 - Kontakt - Impressum - AGB - Datenschutz buetefisch marketing & kommunikation & agentur einfachpersönlich